Baustein 2

Be happy. Step by step.

Was ich brauche.

Aufgabe: Spüren, wenn du satt bist oder sein könntest – und aufhören zu essen

– Aufzuhören zu essen, wenn du satt bist ist nicht leicht zu lernen. Doch genau wahrzunehmen, wieviel du brauchst ist wichtig. Auch viele Menschen ohne Essprobleme überessens ich manchmal. Hab deswegen kein schlechtes Gewissen! Du weißt ja bereits, dass es einige Zeit braucht, damit du das Satt sein spüren kannst. Viele von uns haben gelernt, dass man aufessen soll oder muss. Diese Regel solltest du über Bord werfen und dir deine eigene überlegen.

– Natürlich soll man kein Essen wegwerfen. Aber: Quasi jeden Rest kannst du aufheben für später. Zentraler noch könnte sein, dass du aus einem anderen Motiv heraus weiter isst als dem des Hungers. Vielleicht baust du Gefühle ab, beamst dich beim Essen weg, tust dir Gutes, gönnst dir was, entspannst und belohnst dich oder du willst einfach mal genug haben: soviel du willst, alles für dich allein haben……

– Sätze, die dir helfen könnten wären: „Ich bekomme genug.“, „Es ist genug für alle da.“ „Ich habe jederzeit das Recht, soviel zu essen wie ich will.“ Das setzt natürlich voraus, dass du nicht andererseits damit liebäugelst, ab morgen für immer auf deine Lieblingsspeisen zu verzichten oder gar eine Diät oder Fastenkur zu beginnen. Du kannst die gängigen Tricks anwenden, und du kannst dich nach und nach fragen, wieviel zu essen möchtest und ob es dir hinterher gut geht. Es könnte sein, dass du bestimmtes Essen eigentlich nicht verträgst, aber den Geschmack liebst. Perfekt wäre es, wenn du später auch übst, das Essen zu unterbrechen und zu warten, ob du nicht schon satt bist.

“Wenn du es träumen kannst, dann kannst du es auch tun.” Walt Disney

Übung:

Setze dich immer zum Essen an den Tisch. Achte darauf, dass du dich gut fühlst, bevor du beginnst zu essen. Stoppe das Essen, wenn du die Hälfte der Portion gegessen hast, die du geplant hast zu dir zu nehmen. Iss langsam und kaue jeden Bissen mindestens 20 Mal. Spüle das Essen nicht mit Getränken hinunter.

Es ist ebenfalls eine schwere Aufgabe. Sei geduldig mit dir und klopfe dir jeweils selbst auf die Schulter, wenn du es geschafft hast.

Meditation:

Setze dich entspannt in deinen Stuhl und atme ruhig ein und aus. Beobachte, wie dein Atem ein und ausfließt. Ruhig und gelassen atmest du weiter, bis du noch entspannter wirst. Spüre deinen Körper, spür, wie du auf dem Stuhl sitzt. Spüre zuerst die Beine, die Auflageflächen der Oberschenkel; nimm wahr, wie deine Füße auf der Erde stehen, spüre jetzt deinen Rücken mit den Teilen, wo dein Rücken die Lehne berührt.

Stelle dir nun vor, wie du das nächste Mal für deine Mahlzeit am Tisch sitzt und soviel essen wirst, dass du satt sein wirst. Du wirst genau so viel essen, wie du willst und es wird genau so viel sein, dass du satt bist. Du entscheidest frei und bist dabei entspannt und ruhig.

Selbsttest:

Höre ich auf zu essen, wenn ich satt bin?

Bestimme ich selbst über die Menge des Essens?

Kann ich zwischen noch hungrig sein, nicht mehr hungrig sein, satt sein und voll sein unterscheiden?

Habe ich genügend Tätigkeiten zur Auswahl, wenn ich das Essen unterbrechen möchte?

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